Blog-Zug

Samstag, 9. November 2013

Ob Friedrich der Große wohl einen Hund hatte?

Meine Güte, jetzt habe ich bald über ein halbes Jahr nicht mehr geschrieben, aber ich verspreche: Es wird wieder mehr werden. Gründe NICHT zu schreiben, gab es genügend. Alle lagen irgendwo im Bereich „Arbeit“ verborgen. Irgendwo fehlt die Zeit, die nötige Ruhe und – zugegebenermaßen – auch Lust. Was sollen ein paar hingeklatschte Worte … wenn, dann schreibe ich gerne und mit Herz. Aber da finden sich nun auch wieder die Gründe, den Blog wieder aufleben zu lassen. Seien es die letzten erlebnisreichen Monate mit meiner Traumfrau, die Tatsache, dass unsere kleine Tochter zwar immer noch die Jüngste im Stall aber mittlerweile auch etwas altklug ist - oder einfach dass unser Haushalt inzwischen aus 12 (in Worten ZWÖLF) Personen besteht. Wie würde meine Frau jetzt sagen? „Persönlichkeiten, nicht Personen“
Ich zähle mal auf: Meine Frau, zwei Töchter, ein Sohn. Drei Katzen, ein Meerschweinchen (nebenbei: von der Figur her würde MeerSAU besser passen), das mittlerweile betagte Löwenkopfkaninchen namens Gibbs und zwei Hunde. Ja – seit nunmehr 10 Tagen hat sich hier auch noch ein Pinscherpärchen namens Bonnie und Clyde her verirrt. Und wenn ich den Schreiber dieser Zeilen mit in die Rechnung aufnehme, sind wir tatsächlich zwölf. Und Persönlichkeiten; ja, das sind sie allesamt.

Insbesondere die beiden Neuzugänge beweisen tagtäglich, wie schnell man sich in einen bestehenden Patchworkverband mit einbringen und gleichzeitig dafür Sorge tragen kann, sämtliche Gesetze des Biologieunterrichtes in Frage zu stellen. Und der Physik. Schließlich haben wir doch alle gelernt, dass man aus einem Gefäß immer nur so viel herausnehmen kann, wie man vorher hineingefüllt hat. Eine Tasse halb befüllen bedeutet, man schüttet im Anschluss eine halbe Tasse Flüssigkeit auch wieder aus. Oder Mehl beim Backen zum Beispiel. 
Anders bei unseren beiden Hunden. Beobachtet man das tägliche Trink- und Essverhalten der beiden  - also das „Tasse füllen“ – und den dann folgenden Gang danach ( = Tasse leeren), so fragt man sich: „Wo nehmen die das her?“ Gut, dass sie noch nicht stubenrein sind ist die eine Sache. Sie sind ja so gesehen noch im Babyalter. Aber die MENGEN, die da rauskommen, die spotten jeder Beschreibung. Ich hatte ja schon erwähnt, dass es sich um Pinscher handelt. Die sind jetzt nicht sooooo groß, wie Ihr sicherlich wisst. Doch die Hinterlassenschaften reichen, rechnet man den täglichen Schnitt, durchaus um Lassie in ihren besten Zeiten Konkurrenz zu machen. Und die können und machen ja auch noch IMMER. Ohne Ausnahme. Nach dem Schlafen, vor dem Essen, beim Spielen, während des Laufens – einfach IMMER. Hätte ich nie für möglich gehalten. Ich habe echt schon überlegt, beim Weinfachhandel einen größeren Posten Propfen zu bestellen …

Und was Biologie angeht: Ich habe in der Schule gelernt, dass 1.) Katzen Einzelgänger sind und sie sich 2.) mit Hunden nicht vertragen. Aus Prinzip nicht, hat mein Biolehrer, Doktor Engel, immer gesagt. Da muss ich aus Prinzip widersprechen. Zu 1.) sei gesagt, ich habe selten im Leben derart gruppenorientiertes Handeln gesehen wie bei unseren Katzen. Insbesondere bei unserem Jüngsten, dem Scooby. Der ist sowas von ungerne alleine, dass ich schon ein schlechtes Gewissen bekomme, wenn ich ohne ihn aufs Klo gehe. Letztendlich wartet er dann eh immer vor der Tür, bis ich wieder rauskomme. Und um Punkt 2.) ad absurdum zu führen, hat er sich mit unseren beiden Pinschern jetzt auch noch verbündet. Er holt denen die Futterdosen aus dem Schrank, damit die beiden Kläffer dann dieselben bei uns im Schlafzimmer auf dem Bett öffnen und verspeisen können. Ich nehme an, dass die ihn irgendwie bestochen haben, womit auch immer.
Tja, das sind so die ersten Neuigkeiten aus dem Hause Dearest. Ach ja – der Friedrich in der Überschrift … Als die Preußen gegen Österreich die Schlacht bei Köln verloren haben soll jener gesagt haben: „Ihr verfluchten Racker, wollt ihr denn ewig leben?“ Ich denke, er hat seine Krieger gemeint. Denn wenn ich in die megasüssen Augen unserer Kampfpinscher schaue, hoffe ich sehr, dass das noch viele, lange gemeinsame Jahre gibt. Der große Feldherr bin ich eh noch nie gewesen – jedenfalls nicht bei Tieren …

In diesem Sinne!

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