Blog-Zug

Sonntag, 21. Oktober 2012

Fliegende Produzenten (und andere Marketingideen)

Und wieder ist es Sonntag und schon wieder sitz' ich hier, um zu schreiben. Gut, die Herbstferien der Kinder sind, Gott sei es gelobt, zu Ende. Langeweile machte sich beim Nachwuchs in den letzten Tagen breit, im Fernsehen liefen Wiederholungen aus den letzten Winterwochen des vergangenen Jahres und selbst der geliebte Reiterhof hinter unserem Wohnblock hatte nicht mehr die ursprüngliche Anziehungskraft aufzubieten, die wir von ihm gewohnt waren. Nur unsere Jüngste, die ja nun vorletzte Woche dort den von mir schon in meinem letzten Post erwähnten Unfall hatte, war auch heute noch – schmerzfrei wie immer – dort präsent.

Meine Traumfrau wartet auf den lang ersehnten Umzug, den wir leider nochmals verschieben mussten. Und ich? Ich habe wieder Ideen. Sowohl in der Musik – auch wenn die Welt noch auf die kommenden Megahits zumindest bis zum Zeitpunkt des Einzugs in unser neues Domizil warten muss – als auch, mal wieder, in geschäftlicher Hinsicht.

Zur Erklärung: Ich bin normalerweise ein Verfechter und Überbringer von Marketingstrategien, die die Welt nicht braucht. Sagt zumindestens meine Frau. Ob es das MC Donalds-Taxi ist (was durch einen anderen Strategen bereits im Raum Hannover erfolglos getestet wurde), die ohne viel Arbeit in korrekten Winkeln anzubringenden Weihnachtsfensterbeleuchtungslampen (die wohl nach eingehender Recherche schon in Taiwan gefertigt werden) oder das sich selbst säubernde Katzenklo (gibt es auch schon bei Ebay).
Entweder habe ich Ideen, die keiner haben will, oder es sind solche, die man nicht wirklich braucht. Fange ich zuhause mit so etwas an, kommt als Kommentar meiner Traumfrau meistens: „Schatz, nicht schon wieder! Mach Musik, schließlich bist Du Produzent.“
So gesehen hat sie Recht. Und doch: Heute kann ich es nicht lassen. Auch wenn ich erst einmal einen Blog darüber verfasse um abzuwarten, was passiert, wenn sie ihn liest …^^
Also: Die ganze Welt spricht doch derzeit über den gewagten Sprung eines Jungabenteurers aus einem Raumschiff mit freiem Fall Richtung Erde. Er hat es geschafft, etliche Rekorde zu brechen und wahrscheinlich wird man ihm, so denn noch mehr drüber diskutiert wird, irgendwann ein Denkmal setzen. Die ersten Fake-Vermutungen sind natürlich schon unterwegs, und wie habe ich heute Abend gesagt, als auch wir kurz drüber sprachen? „Elvis lebt auch!“ Abgesehen davon, DAS ist ja auch nachgewiesen. Also zumindest hab ich das vor ein paar Jahren in der BILD gelesen. Dass Elvis lebt, meine ich.
Nun aber will ein recht bekannter Milliardär, so las ich heute, diesen Sprung noch toppen. NOCH höher, NOCH schneller, NOCH länger in der Stratosphäre.
Mal nebenbei: Wenn MEINE Ideen nicht gebraucht werden – WER braucht dann sowas? Aber egal.
Eigentlich wollte ich ja auf was anderes hinaus.
Dieser Milliardär, Richard Branson, will also tatsächlich einen Sprung wagen, der nach meinen Berechnungen noch etwa einen Meter fünfzig mehr an Sprunghöhe bringt. Da habe ich mir folgendes gedacht: Wenn es um diese ein Meter fünfzig geht – DAS könnte man viel, viel schneller, kostengünstiger und weniger gefährlich haben.
Also war mein Vorschlag heute Abend bei uns zuhause: Ich platziere unsere dicke Katze mal nicht auf dem Kratzbaum, sondern auf einem Wohnzimmerregal. Dafür steige ICH auf den Kratzbaum (geschätzte ein Meter fünfzig hoch) und springe, unter Zeugen, von dort runter. Gleichzeitig filmen und fotografieren wir das. Die Kosten für den Raumanzug, den Mister Branson brauchen würde, lassen wir ins Essener Tierheim als Spende fließen. Die Film- und Fotorechte bleiben bei uns, bzw. im Verlag meiner Frau, vielleicht hat Steven Spielberg ja Interesse. Filmtitel könnte zum Beispiel lauten „Der große Traum vom Fliegen“.
Und mit ein bisschen Glück schaffen wir es, dass RTL oder PRO 7 darüber eine siebentägige Realityshow dreht!
Mit noch mehr Glück brauche ich allerdings heute Abend, nachdem meine Traumfrau das gelesen hat, nicht im Keller schlafen …

Euch wünsche ich jedenfalls eine ideenreiche Woche. Wir lesen uns!


1 Kommentar:

  1. Moin Micky...
    wenn ich mal so nachdenke, wann mache ich denn mal etwas anderes?
    Wenn du das als "Worte für Frühaufsteher und Morgenmuffel" JEDEN Tag zum Frühstück in meine Chronik setzt, hast du eine Freundin für den Rest des Lebens.
    DANKE für mein Lächeln über die Kaffeetasse hinaus.
    So ein Lächeln kostet nix und bschenkt den,
    der zur Zeit ganz viele Lächeln braucht.
    Pack an was in deinem "Kopfquirl" so rumort.
    Deine Traumfrau möchte sicherlich keinen "Ich gähn mich weg Mann"
    Tschüss - bis dann.
    Lieber Gruß von Christa in der Kaffeetasse

    AntwortenLöschen

Vielen Dank für Deinen Kommentar!