Blog-Zug

Donnerstag, 27. September 2012

Sach ruhich, watte meinss!!

Ach Leute, watt iss dat schön, wenne abends die Füsse hochleen kanns un Feieraamd hass.
Gezz binnich mitti Aabeiten bei den Micky ja soweit fettich, also dat, wattich da machen konnte, kwasi.
Issja nur noch vier Wochen, dann kann der mit seine Olle und die Kinder da reinziehn. Weil, gezz im Momment, da iss den Trockenbauer da am machen. Der kricht da ja noch paa neue Wände un neues Badezimma und son paa Kleinichkeiten. Dat kannich nicht, dafür iss den Trockenbauer gezz da.
Wobei ich nicht ganz verstehen tu, wieso den Trockenbauer auch im Badezimma am aabeiten iss. Weil da iss ja nich wirklich trocken.
Aba dat iss so mitti deutsche Sprache. Kannze noch lange nich allet versteen selbs wennze von hier komms. Wobei, dat iss ja auch noch son Unterschied, von wo gezz genau in Deutschland du geboorn biss.
Wennze von Hamburg komms, dann hasse halt Probleme, dich mit son Südstaatenschankie aus München zu unterhalten. Oda einen vom Ruhrpott, so wie dich und mich, wenn so einen in den Osten fährt, also dat alte Zuhause von den Honni, dann packt der sich ärssma an den Kopp und kukkt, opper seinen Reisepass eingepakkt hat. Weil der meintann, der wär gaa nich mehr in Deutschland.
Ich waa da ma vor so fuffzen Jaare auf Geburtstach von eine die da gross geworden iss. Unti hatte ein Schwiegasohn, mit den ich mich klasse konnte. Nur verstanden hamwa uns nich. Also ich meine, schon so, als Kumpels, aba als wir da aams gesessen haam un uns die Jägermeister in den Kopp gehauen haam, da hat der mich sowat von erkläärt und mich irntwat erzählt und mitti Hände gefuchtelt – nur ich hatte den ganzen Aamd keine Ahnung watter mich da aintlich sagen will.
Weil, der hatte so den tüpischen Akzent von die Einheimischen. Vor allem, der krichte ja nichma die Zähne auseinander. Abba Spass gehappt, den hamwa. Da musse nich imma dieselbe Sprache sprechen, habbich den Aamd gemerkt.
Heute, als ich für meine Frau un mich Tabak anne Bude geholt hab, da habbich auch viel Spass gehabbt. Da wa sonne Olle hinter den Tresen, unti iss so richtich nett. Da geh ich gedes Mal hin, wenn ich Tabak brauch unta gerade inne Ekke bin. Gut, normaalerweise geh ich ja bei den Herbert anne Bude, aba ich waa eem gezz ma widda unterwegs und da wa dat widda richtich schön. Helga, wat meine Frau iss, die kennt mich ja schon lange genuch unti weiss, dattich gerne ma son bissken flörte. Mehr iss datja nich.
Auf alle Fälle fraacht die vonne Bude mich, obse mich helfen kann. Ich sach „Aba sowat von, junge Frau.“
Sachti für mich „Nur wat wir hier verkaufen tun!“
Ich sach „Dattis aba schade!“ un grins die so an. Gut, die iss auch schon bestimmt weit übba fuffzich un freut sich übba geedes Angebot.
Ich nimm da also son Pakk Hülsen un sach zu die: „So, un gezz noch sonne grosse Tüte von den Tabak da in rot, dann bin ich wunschlos glükklich.“
Sacht die für mich: „Na, dat ging abba schnell!“
Sarich für die: „Dat sacht meine Frau mich auch zweimal inne Woche, aams!“
Da hat die sich bald hinterm Tresen weggeschmissen vor Lachen.
Also – wat sarich Euch? Wenn man sich versteht, dann kann man ruhich mal ne andere Sprache sprechen, dat tut dem Spass keinen Abbruch.
Bis die Tage!

 

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