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Freitag, 24. August 2012

Interview mit Mark Heide

So, Leute. Ich habbet ja inne letzten Tage schomma angekündicht. Heute gibbet dat versprochene Interwjiu mit den Mark Heide. Un weil dat son schönen Sommertach heute waa, hamwa uns bei den Herbert anne Bude gestellt un son bissken die Leute bekukkt.
Issja schon sowatt von interessant wenne dich dat ganze Volk hier so bekukken tuuss. Vor allem krichich imma so meine soziale Ader, wennich so manchen sehen tu. Am liebsten willich auffen Restpostenhandel unn die eine oder Schaarsche an Spiegel holn unn die dann verschenken. Weil bei son paa von die Figuren die de hier sehen tuus, meinnsse, die ham keinen zuhause bei sich inne Wohnung. Laufen rum wie ne Presswurst unn meinen, sie würden aussehen wie Brett Pitt oder Antschelina Tscholie.
In dem Zusammenhang: Kennter eigentlich den Unterschied zwischen arm und reich? Iss ganz einfach: Reich iss Schampagner, Kavia unn schöne Fraun. Ja, unn arm iss Dosenbier, Leberwurst unn die Mama zuhause.
Aba egal. Sind ja nich für zum Witzemachen hier. Ich hab vorhin hier als ich mich mit den Mark Heide getroffen hab, ihm alle Fragen auffen Zettel gegeben unn er hat sie mich auch ordnungsgemeess geantwortet. Gezz habbich dattan abgetippt, schön bei ne Hopfenkaltschale, un nu mach ich hier an den Läppi von meinen Käwwinn eben „einfügen“ unn dann könnter datt lesen. Momment bitte…

1.) Mark, du biss ja gezz son Autor. Also einer, der kwasi Geschichten für annere Leute schreiben tut. Iss dat denn allet immer echt wattuda erzähls oda issdat mehr so aussen Bauch raus?
Ich sach ma so, allet echte Geschicht‘n aussen Bauch raus. Ma ährlich, ich seh da irgendwo wat wo ich mich denken tu, dat glaubt dir keina, wenne dat erzähls. Dann mach ich da noch wat drummerum und so kommt dann eins zum annern.

2.)
Issdat eigentlich schwer, sich imma die ganzen Namen vonne Figuren zu merken? Ich meine, so inne Geschichte oder meinetwegen beim Krimmi, da sind ja ne Menge Leute die da so auftauchen. Hasse da nen Spickzettel?
Nee, kannich mich nich allet merken, weil ich schreib dat ja nich am Stück durch sonnern mal am Tach ein paar Seiten, dann wieda lange nix und dann nur ne Idee. Da mussich mich schon wat zum spicken machen, sons heißt da eina mal so und dann so.
3.) Wat meinze denn, wieviele von deine Geschichten da noch kommen? Willze vielleicht noch von irgendwat watte geschrieben hass ne Fortsetzung machen?

Da wolltich ma gucken wie dat üebahaupts so ankommen tut. Wenn da eina sacht, boah, klasse ey, da will ich mehr von, dann krichta dat auch. Aussadem hat sich da die Jenni de Briscassardt angemeldet mit mich da wat zusamm machen tun zu wolln. Also ma gucken.

4.) Macht dich dat eigentlich Spass die Leute mit deine Geschichten zu unterhalten oder machsse dat weil du sonss nix zu tun hass?

Wenn die Leutz Spass dabei inne Backen haben, dann is dat schon wat dollet für mich. Dat is auch der Sinn dahinta. Ich sach Dich wat, wennich mehr Zeit haben tun würde, da könntich schon noch mehr schreiben tun. Weil wie wir gezz hier anne Bude stehen tun, sowat kannse inne Geschichte voll gut einbauen tun. Tut dann nich unbedingt wat zur Sache, aber füllt dat ganze aus und machtet rund.

5.)
Hasse schonma dran gedacht, dich vielleicht ma beim Tatort als Autor zu bewerben? Weil gezz iss den Till Schweiger ja auch son Kommissar und vielleicht hasse für den ja auch ne Sprechrolle?
Ach Tatort, is doch seitet den Schimmi nich mehr gibt langweilich geworden. Weisse, der Schimmi, der war doch eina von uns. Und ma ährlich, der Schweiger ist ja an sich kein schlechta Schauspiela, aber als Bulle hatta schon in „Die Kommisarin“ versagt. Abba wo wa grad bei Bulle sind, sowat wie der letzte Bulle, für dat würdich schonma gern ne Story schreiben tun wollen. Weil der Hennig Baum kommt da auch voll real rüber, oda wat meinsse?

6.)
So als erfolgreichen Krimmiautor – wie oft krisse da vonne Leserinnen Heiratsangebote?
Hör mich auf mit heiraten. Ne, hattich oft genuch. Da kommse ja zu nix mehr. Die Weibers sind da viel zu sensibel, wenne da wat schreibs über ne Frau, der wat passiert, da bisse gleich der Vollschowie. Wenne da wat schreibs, dat sich da eine in den Meinert verliebt, dann kriechse gleich die Kommentare, dat mit so eim keine wat anfangen will. Nee. Die Leserinnen kannse nix recht machen.

7.) Wie iss dat denn bei dich zuhause? Kümmers du dich zwischendurch auch um den Haushalt oder hasse wen der dich bekochen tut?
Eina muss ja mal die leeren Bierpullen wechräum. Bin ja momentan eher unverbandelt sach ich ma. Weisse, meine Olle die säuft gern ma ein mit, aber wechräum tut se nix, weil da isse dann ganz schnell bei sich zu Hause. Da is dann abba allet pikobello und wenn ich da mal n krümel fallen lass vonne Stulle, wat meinse wat da los is. Kennse doch bestimmt auch von zu Hause mit Deiner Holden, oda? Ansonsten koch ich schon viel selbst oda ich bin inne Currybude umme Ecke.

8.)
Hasse eigentlich Vorbilder beim Schreiben?

Nee, eichentlich nich so richtich. Abba ich les gern mal so Krimi von annere Autoren. Da hol ich mich dann schon mal ne Idee.

9.)
Wat machst du persönlich um dich fitzuhalten?
Ja siehse doch, Bierpullenstemmen mitte Kumpels, wandern zur Currybude und so wat. Du kanns fragen. Also ährlich. Seh ich mit meine hundat kilo aus wie’n Spitzensportla?

10.)
Wer wird dieset Jaar Meister – Schalke oda Dortmund?

Da hasse mich gezz erwischt. Weisse, trotz dat et hier so viele Fussballklubbs gibt, habbich damit so garnix am Hut. Abba ich mach die Farbe blau gern, auch als Zustand, wenne weiss, wat ich mein. Also eher Schalke oder den VfL Bochum. Bissken Lokalpatrionissmuss muss ja auch sein tun.

Bisse fertich mit fragen? Dann sach ich ma Prost!
 
Ja, dat sarich dich auch! Unn Leute - wenna wat von dem lesen wollt, dann gehter einfach nach den Link hier:
 





Ja, Leute – dat iss nen Kollege kann ich euch sagen. Gezz hatta schon dat dritte Bier hier bei den Herbert ausgegeben unn so wie ich dat seh, wirddat noch ne Weile so geen. Helga, Schatzi, wenne dat lieest, du brauchs dich keine Sorge ummich machen. Herbert bringt mich dann heute Nacht mittem Auto nachhause. Die paa meter schaffter auch mit zwei Bierchen intus un´n mehr trinkt der ja eh nich.



Mark – Danke für dat Gespräch – unn ich wünsch dich allet Gute. Lass dich ma widda blikken wenne inne Gegend biss!
Unn euch sarich: Bis die Tage
Tschüssikowski
 

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