Blog-Zug

Dienstag, 24. Juli 2012

Kalle erzählt: Spass mit echten Freunden

Kinners, ich sach euch … da bieteste dich ma an weil‘n Kollege mit sein Rechner nich ausn Kwark kommt und dann hasse hier ne Daueraufgabe.
Die Tage sarich zum Micky „Micky“, sarich, „gip mich ma deine Zugangsdaten, ich schreib dich heute den Block.“ Der hat doch sein Kompjuter inne Wicken, ihr wisst doch. Gesacht, getan, hattich ihm den Aamd schnell wat hier rein geposted, so wierich dat versprochen hab. Abba dattich dat nu nochma soll, da hatten wir nix von bekwatscht. Abba der issja immer noch mit seine Kiste zugange, dat wird nochn paa Tage dauern denkich ma.
Also sacht den zu mich „Kalle, kannze dat nich noch so ein, zweima für mich machen? Ich weiss doch nich wann die Mühle hier wieder aabeiten tut unn die Leser die ham dat so klasse gefunden wat du da geschriiem hass, da kannze die doch gezz nich einfach so sitzn lassn.“
Wat machsse nicht allet für Freunde, also habbich dann gesacht: „Lass ma stecken, Micky, dat iss schon in Ordnung, marich doch gerne.“
Ich mein, der Kerl hat ja nu auch genuch um die Oorn. Der iss ja nich nur hiern Block am schreim, der iss ja auch noch am singen unn am produziern hier mitten Bobischu un den dicken Pitter von Aachen un den Herbert hier, also da den Goldkeelchen-Herbert un noch son paa andere. Ja, unn mit seine Britta iss der ja auch noch in den Verlach am aabeiten. Ich sach imma, der iss wie son Huhn dat nich nur Eier leecht, sondern datte auch noch melken kannz.
Naja, anne Zitzen von dem ham ja in die letzten Jaare immer nochn paa drangehangen, aba dat hat sich ja mittlerweile erledicht.  
Geedenfalls, weil ich doch vorhin wat vonne Freundschaft gesacht hab, da fällt mich grade sowat bei ein. Hier von uns ausse Nachbaaschaft, de Walta mit seine Susi, der hatta son alten Opel. Irntwie wat inne achziger gebaut un mit sonne beesche Faabe, wie dat eem früher so in waa. Ganz klasse dannoch mitti Plüschgaanitur auffe Sitze un hinten im Heck den Wakkeldakkel.
Wie auch imma, den Walta habbich also beide Reparatur von die Kiste mitgeholfen. Ich bin da zwaa nich so den Profi, aba Walta meinte, ich wär ja nen Elektrika un weil ich weiss wie man nen Herd inne Küche anschliessen tut, kannich in son Auto auch den Blinka reparieern. Ich sach noch „Walta“, sarich, „Walta, ich bin Strippenziher – wat weiss ich wie son Kabel im Auto laufen tut. Da muss ein Profi für Ka-Eff-Zett ran.“
Aba nee – Herr Walta weiss ja allet besser und sacht „Keule“, sachter für mich, „dat iss doch so: Wenne mit den Dreestrom kannz dann kannze auch mittat bissken Gezumpel hier in mein Wagen klaakommen.“
Gezz stellt euch ma im Fussball den bairischen Würstchen-Ulli hier bei uns in Borbeck anne Pommesbude vor, wie der da dat Fett wechseln tut. Oder den Kloppo hier vonne schwazz-gelben bei de Steeler F-Jugend – dat geet gaa nich!
Egal, den Walta iss mein Freund un dann habbich ihm da auch bei geholfen. Et waa, wennich ehrlich bin, bissken schwierig, ne 4 kwadrat massiv Leitung durch die Ekken in den kleinen Wagen zu verlegen, aba irntwie ham wa dat dann auch hingekricht. Auf alle Fälle kricht dat keiner mehr da raus. Und den Blinker von den Walta unti Susi sein Auto geet widda.
Dann ham wa gleich noch die Boxen von sein Vatta, der vorn paar Wochen leider verstorben gewesen waa, auffe Rückbank gebaut un mit sein Schwanenhalsradio verbunden. Gut, dat iss gezz für wen, der ausser die zwei noch mitfaan tut en bissken eng hinten, aber dafür hörsse nix mehr von den Verkehr draussen. Hat ja auch seine Vorteile.
Ja, un als wir dann noch die Sichnalhupe von den amerikanischen Trakk mit reingebaut haam , wa die Susi am straaln wie ne glattpolierte Mottenkugel.
Gut, beim ersten Mal als wir gehupt ham, mussten wa aussem Taubenschlach direkt drei vonne Jungtauben und eine nich mehr ganz so junge inne Tonne haun, weil die ham sich en bissken erschrekkt und sind hintenüber gefalln.
Un als den Josef von gegenüber mit sein Hörgerät wat nich richtig geet aussen Haus gerannt kam un immer am schreien waa „Die Russen sind da!“ un mit seine Wintschester, wo der aussen Kriech noch hat, am rumfuchteln waa, da hamwa dann die Lautstärke von die Hupe wat runtergeschraubt. Iss ja allet regelbar mit son kleinen Kondensator.
Egal, Spass hamwa gehabt und dat Auto fährt imma noch. Un mit echte Freunde, wennze für die wat machs, da kannze dann imma wat erleem.
Un weil den Micky mein Freund iss, schreib ich eem hiern bissken bis der wieder selber kann. Wenn ihr mich lasst. Bis dahin erssma!
Tschüssken

Kommentare:

  1. Antworten
    1. Herzlichen Dank, lieber Wolf! Möglicherweise habe ich in den nächsten Wochen noch einen oder zwei Gastautoren, die hier zu Worte kommen ...^^ Einen schönen Tag wünsche ich!

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