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Donnerstag, 17. Mai 2012

Haushaltsgeräte - heute: Die Waschmaschine

Ich möchte mich dem geneigten Leser in meinen künftigen Blogs und Posts vor allem als Hilfe reichende Stelle anbieten, unter anderem auch dahingehend, was den Umgang mit technischen Errungenschaften des täglichen Lebens angeht. Insofern werde ich mich in den ersten Teilen meiner Serie den Haushaltsgeräten widmen.
So werde ich mich heute mit einer der ältesten Erfindungen der zivilisierten Neuzeit befassen: Der Waschmaschine, oder, wie man das Gerät auch gerne nennt: den Waschvollautomaten.

Genaugenommen gab es das Gerät bereits in der Antike. Zeichnungen in verschiedenen Höhlenmalereien lassen darauf schließen, dass es bereits den Ureinwohnern Mittel- und Westeuropas durchaus geläufig war, die Sauberkeit von zu tragender Wäsche durch immer gleichbleibende Automatismen sicherzustellen. So wurden beispielsweise in einer unter dem Vereinsheim von "Knorker Frauenchor" vor circa 20 Jahren entdeckten urzeitlichen Höhle Malereien gefunden, die darauf schliessen lassen, dass schon rund 4000 b.c. den damaligen Bewohnern dieser Region klar war, wie man eine gewissen Regelmäßigkeit in den durchaus notwendigen Tagesablauf mit einer klar strukturierten Vereinfachung der anfallenden Arbeitsabläufe unterbringen konnte. Als kleine Erklärung nebenher: "Knorker Frauenchor" hat sich im Raum Rheda-Wiedenbrück bereits Anfang der 50er Jahre des vergangenen Jahrhunderts als modern orientierter Sanges- und Strickclub etabliert. Ob ein Zusammenhang zwischen der Position des Vereinsheims und der sich direkt darunter befindlichen Urzeithöhle besteht, lässt sich nur vermuten.
Wie aber ist nun eine Verbindung zwischen den Höhlenbewohnern und der heutigen Hausfrau mit den wachsenden Anforderungen in einer auf Karriere basierten Gesellschaft herzustellen?


Dies ist relativ einfach zu erklären: Während es in grauer Vorzeit meistens dunkelhaarige Schönheiten mit aussergewöhnlichen Fertigkeiten im handwerklichen Bereich waren, die den Waschvorgang als solchen einleiteten und durchführten, sind es heutzutage mehr die in dunkle Kittel gekleideten, grau melierten Begleiterinnen von handzahmen Ehegatten, deren primäre Aufgaben zwar nach wie vor das ordnungsgemäße Strukturieren von internen Familienabläufen darstellen, die jedoch auch das für sie wichtige Selbstwertgefühl umso mehr denn damals forcieren.

Hier nun tritt der Waschvollautomat als solcher in den Vordergrund.

Ein kleiner technischer Einblick in den Aufbau dieser hochtechnisierten Maschine kann nicht schaden. Unterteilen wir die Maschine in einige grundlegende Segmente, so stellen wir fest: es gibt

1. Eine Zuführeinrichtung. Wird im Allgemeinen auch als "Trommel" bezeichnet. Diesem können wir von unserer Seite her nicht wirklich zustimmen, da es uns bislang nicht möglich war, diesen Teil des Gerätes in bestehende musikalische Projekte sinnvoll einzubinden.

2. Ein Sockenfach. Sicherlich das mit Abstand am wenigste erforschte Einzelteil dieser Gesamtkonstruktion. Bis heute ist es noch nicht sicher, wo genau die in diesem Teil der Maschine
sich befindlichen Strümpfe,  Socken und auch zum Teil Miederwaren letztendlich bis zum Wiederauftauchen zwischengelagert werden. Die Universität Magdeburg hat einen Forschungspreis ausgesetzt, um diesem Geheimnis mithilfe von Langzeitstudien auf den Grund gehen zu können.

3. Der Schmutzwäschegenerator. Hier haben wir nun einen ganz besonderen Teil des Gesamtkonstruktes, bei dem offenbar der bereits in Filmen beschriebene Fluxxkompensator eine nicht ganz unerhebliche Rolle spielt. Es scheint, als wenn bei JEDEM Waschvorgang nach dem Einlegen der zu waschenden Kleidungsstücke zumindest dieselbe Menge, wenn nicht sogar mehr, sich ad hoc wieder im externen Wäschekorb befindet. Übrigens taucht dieses Phänomen insbesondere bei Familien mit mehreren Kindern vermehrt auf.

Soweit ein kleiner Exkurs in einige Besonderheiten der Waschmaschine, über deren Vorhandensein man sich in jedem Fall bewusst sein sollte. Es soll übrigens schon bei manchen ursprünglich durchgeführten Reinigungsarbeiten die Anzahl der sich vor der Maschine befindlichen Personen ohne weitere Erklärung halbiert haben.

Ich hoffe, ich habe Ihnen ein wenig weiterhelfen können und mit dem kleinen Ausflug in die geschichtlichen Hintergründe rund um die Waschmaschine das nötige Grundwissen für den nächsten Skatabend mitgegeben.
Ich wünsche allen einen geruhsamen Abend

Micky Dearest



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